Comic 472 - Epilog
14th Nov 2019, 12:00 AM in Kryptiden im Weltraum!
Epilog
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Microraptor edit delete
Microraptor
In diesem Epilog muss sich Bettina Timmy wieder mit ihren zwei Werbefuzzis herumschlagen.
Es stellt sich heraus dass sogar die den Hauptnachteil dieses Produktes nicht schönreden können...

Und nächste Woche geht es weiter mit: Gastcomics!
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Stilldown
Da sollte man dem Elch eine Strahlenmaske verkaufen.
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Microraptor
Das wäre die Erschließung einer ganz neuen Zielgruppe! (Und außerdem quasi sowas wie Cross-Promotion...)

Ist Dir übrigens schon der deutsche Titel aufgefallen, den ich dieser Seite gegeben habe?
Das ist natürlich eine Anspielung auf Raumpatrouille Orion, welche nur leider schlecht ins Englische übertragbar war, da "Rücksturz" ja schon ein ziemlich spezielles Wort ist...
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Stilldown
Das verknöcherte militärische (was Raumpatrouille ja auch ihren speziellen, vermutlich an E.E. Doc Smith geschulten Charme verlieh) funktioniert eben immer noch am besten in der deutschen Sprache. "Oberrrste Raumfahrrtbehörrde kontrrolierrt die Weltrrraumfahrrt durrrch and durrch.."
Fällt mir ein, dass ich die Geschichte mit der sprichwörtlichen Gasmaske und dem Elch (Leider keine Gaspistole) mal als Kind als Fernsehspiel gesehen habe, aber leider ist kein link in Uhhtub zu finden.
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Microraptor
Wahrscheinlich unter anderem wegen eben jenem militärischen Einschlag hatten ja manche mal gemeint, die Serie sei faschistoid.
Nachdem ich sie mir selbst angesehen habe, bin ich persönlich jedoch zu dem Schluss gekommen, dass sie... ganz im Gegenteil fast schon anti-autoritär ist!
Was ich damit meine ist dass viele der Folgen ja nach folgendem Schema ablaufen:
- Es gibt irgend eine Art von Krise, und McLane kriegt die Order dass er sich da raushalten soll.
- McLane sagt sich: "Ach zum Teufel mit meinen Befehlen, ich tue jetzt was ich selbst für richtig halte!"
- McLane löst die Krise, und wird hinterher als der große Held gefeiert - das heißt die Richtigkeit seines Verhaltens wird im Nachhinein bestätigt!
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Stilldown
In den 1980er Jahren wurde es Mode, Fantasy und Science-Fiction in die rechte Ecke zu stellen.
Interessanterweise, während der früheren Raumfahrtzeit (etwa Mitte 1960er bis frühe 1970er), sah die Gegenkultur Science-Fiction und Fantasy als Teil ihrer Utopie, um konventionelle Gesellschaftsbilder und Normen in Frage zu stellen. (denke etwa an New Wave, Farmer, SF Architektur, Radical Design, etc.)
In den 1980er kippte es dann, als die in den 1960ern entstandene und damals dringend notwendige "Political Correctness" (schließlich waren zu dieser Zeit noch zahlreiche Altnazis in allen wichtigen offiziellen und gesellschaftlichen Positionen bis in die Spitze vertreten, und die Mehrheit wollte von einer Aufarbeitung nichts wissen) dann immer mehr in ideologische Besserwisserei verkam. In den 1990ern wurde dann der ehemals positiv besetzte Begriff zunehmend als Kaschierung für Humorlosigkeit und Mangel an historischer Bildung missbraucht und damit mehr und mehr entwertet, inzwischen sind diese Positionen schon Mainstream und aus den Bildungslücken oft ein historisches Vakuum geworden. Das Schlimmste ist, das u.a. viele wirklich innovative und progressive Serien heute nicht mehr gezeigt werden und damit untergehen, da irgend jemand sie vordergründig und unhinterfragt als rassistisch, sexistisch, etc. anprangert.
Opfer sind da z.B.
- Die Dave Allen Show und Dave Allen at Large (mit der größte Verlust, wie sehr habe ich Dave Allen bei den ganzen vertuschten Skandalen der katholischen Kirche vermisst),
- Einzelne Episoden der frühen Sesamstraße (bittere Ironie, da sie einst von Rassisten heftig wegen "Rassenmischung" bekämpft wurde),
- Die Kleinen Strolche von Hal Roach (obwohl dort weiße und schwarze Kinder unbefangen von allen Vorurteilen der Erwachsenen miteinander spielten),
- zahlreiche großartige Trickfilme der Zwischenkriegszeit und 1940er (Darunter die brilliante Schnweewittchen-Parodie "Coal Black", die als Ermutigung für die Rekrutierung schwarze Soldaten gedreht wurde)
- Einige Sketchshows, die kein so großer Verlust sind,
- Viele Kinder- und Puppenserien, einiges gutes darunter,
- Tarzanfilme (Bomba, treib die Boys an!)
und viele mehr.
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Microraptor
Erinnert mich an die Gedanken, die ich beim Lesen von Mark Twains Huckleberry Finn hatte:
Einer der Protagonisten ist ja der entlaufene schwarze Sklave Jim, und das Buch stellt sehr deutlich die damalige "Selbstverständlichkeit" in Frage, dass man es zu melden hat, wenn man den Aufenthaltsort eines entlaufenen Sklaven kennt. Diese Geschichte ist also für die Zeit in der es entstanden ist, wirklich sehr progressiv gewesen.
Allerdings fällt auch ziemlich häufig das N-Wort, und Jims Darstellung könnte man nichtsdestotrotz als Stereotyp bezeichnen.
Und da dachte ich an folgendes Szenario: Hätte es dieses Buch nie gegeben (wäre gleichzeitig aber der Rest der Menschheitsgeschichte genau wie in der Wirklichkeit verlaufen), und ein Autor würde es heute in genau dem Wortlaut publizieren, würde dieser wohl (meiner Ansicht nach teilweise zurecht) ziemlichen Ärger kriegen.
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Stilldown
Wenn du dich an Fahrenheit 451 erinnerst (welches meine ich um 1953 erschienen ist, ich habe jetzt nicht nachgesehen), wird ja genau die Problematik erwähnt, weshalb Bücher verbrannt werden, auf jeden Fall ist da vom Freitag des Robinson Crusoe die Rede (wobei dieser Roman miner Meinung nach eines der ersten Werke des Antirassismus ist), wahrscheinlich auch von Twain. Auf jeden Fall kommt die Angelegenheit ja bereits in Farmers Flusswelt zur Rede, wo Mark Twain sich mit einem der Black Power Protagonisten der 1960er unterhält und ihn fragt, ob er sich am N...Sam in seinem Buch stört, und diser ist zumindestens intelligent genug um zu wissen, dass dieses Wort zu Twains Zeiten nicht rassistisch war, sondern die allgemeine Bezeichnung.
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Microraptor
Es ist halt immer wichtig, Werke im Kontext ihrer Entstehungszeit zu betrachten.

Dazu fällt mir noch ein, dass ich mal im Autorenkommentar zu dieser Comic-Seite eine Stelle aus Jules Vernes 20.000 Meilen unter dem Meer, geschildert habe, die bei mir hängen geblieben ist, weil da der Mix aus "modernen" und "rückständigen" Einstellungen aus heutiger Perspektive geradezu bizarr anmutet:
"Es ist schlimm dass exzessive Jagd die Glattwale an den Rand der Ausrottung treibt!" <-- Fortschrittliches Umweltbewusstsein, und das im 19. Jahrhundert, aller Achtung!
"Pottwale hingegen... Pottwale sind einfach nur böse, die sollte man alle umbringen!" <-- Äh, wie bitte, was!?
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Stilldown
Da ich des französischen leider mehr ohnmächtig als mächtig bin, kann ich leider nie genau sagen, wie gut die Übersetzungen sind, ich erinnere mich, das da mal ein Protagonist als eine "Art Daniel Düsentrieb" in der deutschen Übersetzung umschrieben wurde. In der Geschichte mit den Leuten auf der Eisscholle (ich habe gerade den Titel vergessen) sagte ja einer der Charactere, dass die Pelztiere, die seine Company jagt, ja so selten werden, dass er sie wohl eines Tages bald bis zum Nordpol verfolgen muss.